Repowering Oberdreisbach

Die Buhl & Mann Windpark Weitefeld GbR aus Langenbach plant älterer kleinerer Wind­energieanlagen mit geringer Leistung, wie sie vor allem in den 1990er Jahren errichtet worden sind, durch eine moderne leistungsstärkere Anlage der Multimegawatt-Klasse zu ersetzen.

Durch eine erfolgreiche Umsetzung des Repowerings ergeben sich verschiedene Vorteile für alle Beteiligten, wobei

  • die Steigerung der Energieeffizienz durch die Erhöhung des Energieertrages bei mittelfristig sinkender Anlagenzahl,
  • die damit verbundene dauerhafte Erhöhung der kommunalen Einnahmen, u.a. durch die Gewerbesteuer und die Schaffung regionaler Arbeitsplätze,
  • die Entlastung des Landschaftsbildes durch die Beseitigung von Streuanlagen,
  • die Reduzierung der negativen Umwelteinwirkungen auf Mensch und Natur (z.B. durch verbesserte Anlageneigenschaften und Standortwahl) und
  • die deutliche Verbesserung der Netzintegration durch verbesserte Anlagen­eigenschaften entscheidend ist.

Eine Windpotenzialeinschätzungsstudie bestätigt dem Standort mit 6,6m/s (140m über Grund) für diese Region sehr gute Windverhältnisse.

repowering_oberdreisbach_karte
© GeoBasis-DE/LVermGeoRP

Nach Aussage der RWE Rhein-Ruhr Netzservice GmbH aus Siegen ist der nächstmögliche Netzeinspeisepunkt für eine Windkraftanlage der 3-Megawatt-Klasse an der derzeitigen Netzeinspeisung der drei Nordex-Altanlagen. Der Netzeinspeisepunkt ist somit lediglich 300m von dem Standort der Neuanlage entfernt.

Parallel dazu soll durch die Erstellung einer Machbarkeitsstudie „Reduzierung der Energiekosten von stromintensiven Unternehmen durch Direktverbrauch von Windstrom“ gezeigt werden, dass erneuerbare Energien, vor allem die Windkraft, einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Stabilisierung bis zur Verringerung der Stromrechnung leisten kann.

Durch Zukauf von Windstrom in der räumlichen Nähe zum Standort regionaler und stromintensiver Industrieunternehmen wird eine Eigenstromnutzung möglich. Diese festigt durch planbare Energieerzeugungskosten den Industriestandort und somit Arbeitsplätze in der Region.

Die Bürger Energiegenossenschaft „Wäller Energie eG“ erhält die Möglichkeit, den Standort nach erfolgreicher BImSch-Genehmigung zu übernehmen.

Update zum 15.04.14

Wie auf unserer Generalversammlung im November erläutert wurde der Antrag nach §4 BImSchG zum 23.12.2013 unvollständig bei der Kreisverwaltung eingereicht und gestern vervollständigt.

repowering_oberdreisbach_ba_1 repowering_oberdreisbach_ba_2

Je nach Einschätzung der Behörde wird die Prüfung im „Vereinfachten Verfahren“ oder im „Förmlichen Verfahren“ durchgeführt werden.
(Bearbeitungszeit 3 bzw. 7 Monate nach Vollständigkeitsprüfung der Antragsunterlagen)

Update zum 18.06.14

Im Nachtrag zur Bürgerinformationsveranstaltung vom 18.06.2014 finden Sie hier die Präsentationsunterlagen:

buergerinformationsveranstaltung_repowering_oberdreisbach_18_06_2014

Update zum 07.07.2015

Die Immissionsschutzrechtliche Genehmigung für das Projekt wurde durch die Kreisverwaltung Altenkirchen am 07.07.2015 erteilt.
Die weitere Vorgehensweise hinsichtlich „Projektübernahme“ unserer Genossenschaft wird derzeit erarbeitet und auf der Generalversammlung präsentiert.

Update zum 20.12.2016

Generalversammlung der Wäller–Energie eG
Wäller Energiegenossenschaft beschließt zwei Grünstrom-Projekte.
Für weitere Informationen bitte hier klicken.